EMDR 2017-05-11T09:35:12+00:00

Wirkungsvolle Traumatherapie

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Wirkungsvolle Traumatherapie

EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Was ist EMDR?

Eye Movement Desensitization and Reprocessing – kurz EMDR – bedeutet wörtlich ins deutsche übersetzt: Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegung

Dahinter verbirgt sich eine psychotraumatologische Behandlungsmethode, die Ende der 1980er Jahre von Dr. Francine Shapiro in den USA entwickelt wurde.
EMDR ist eine Therapieform, die eine rasche Verarbeitung negativer, belastender oder gar traumatischer Erfahrungen ermöglicht.
Die ausgesprochen hohe Effektivität und dauerhafte Wirksamkeit dieser Methode ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt. Inzwischen ist EMDR weltweit anerkannt.

Normalerweise wird Erlebtes vom Gehirn problemlos verarbeitet und integriert.
Dies geschieht sozusagen im Schlaf, während der vier- bis fünfmal pro Nacht automatisch auftretenden REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement).
Die in diesen Phasen physiologisch durchgeführten , schnellen Augenbewegungen dienen der Verarbeitung von Erinnerungen, Bildern und Erlebtem.
Sie haben somit eine besondere Bedeutung für die psychische Entlastung, aber auch für die Gedächtnisbildung.

So ausgestattet, besitzt der Mensch erstaunliche Fähigkeiten auch mit seelischen Verletzungen und Katastrophen umzugehen und diese häufig unbeschadet zu überstehen.
Leider gibt es jedoch auch Ereignisse, die die psychische Verarbeitungs- Kapazität einfach übersteigen können.
Durch welche Ereignisse diese Grenzen bei dem Einzelnen überschritten wird und wann es zu einer Traumafolgeerkrankung kommt, die sich in vielfältigen Symptomen äussern kann, ist individuell.
Ängste, Schlafstörungen, Übererregbarkeit, Depression, Psychosomatik…sind nur einige mögliche Ausdrucksformen.

Bei der psychotraumatologischen Behandlungsmethode EMDR werden die physiologischen Augenbewegungen der nächtlichen REM-Phasen unter therapeutischer Anleitung und Begleitung sozusagen im Wachzustand simuliert.
Mit Hilfe gezielter rhytmischer Augenbewegungen oder taktiler, bilateraler Reize werden traumatische Erinnerungen des Patienten entlastet, Ressourcen erschlossen und Leistungsstreß anhaltend reguliert.

„Den Selbstheilungskräften des Gehirns bei der Arbeit zuschauen“ (Cornelia Schrader/ IfP)

Ursrünglich wurde EMDR fast ausschließlich in der Traumatherapie – insbesondere zur effektiven Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)
eingesetzt, doch inzwischen reichen die Anwendungsmöglichkeiten weit darüber hinaus.

Krankheitsbilder mit Indikationen für EMDR:

  • Trauer, auch sogenannte Komplizierte Trauer
  • Verlusttraumen z.b. durch Trennung, Scheidung
  • Monotrauma (einmaliges Trauma) z.b. duch Unfall, Verbrechen…
  • Phobien z.b. Prüfungsangst, Zahnarztangst, Flugangst…
  • Panikattacken
  • Zwänge
  • Depression
  • Psychosomatik
  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen
  • auch im Coachingbereich findet es vielfache Anwendung